UNTERGANG DER WELTEN – Ende eines Zeitalters
Epischer Science-Fiction-Roman über das Leben auf fernen Welten …

Was bietet dieses Buch?
– fundierte Science-Fiction
– epischer Weltenbau
– politische Intrigen
– Abenteuer
– umfangreiches Glossar
Nichts scheint den Frieden auf Valderan erschüttern zu können. Seit Generationen lebt die fortschrittliche Zivilisation im Einklang mit ihren knappen Ressourcen. Der Höchste Rat wacht über die Ordnung, Kriege gehören der Vergangenheit an und jeder Bewohner folgt seiner Lebensaufgabe. Doch hinter der trügerischen Ruhe braut sich ein Sturm zusammen.
Während die Wissenschaftlerin Kalgira bei Sternbeobachtungen eine Entdeckung macht, die das Schicksal ihrer Welt verändern könnte, stößt der Abenteurer Brandan in den eisigen Meeren Valderans auf ein uraltes Geheimnis. Gleichzeitig droht ein Konflikt zwischen Nord und Süd den Planeten ins Chaos zu stürzen.
Als ein rätselhafter Himmelskörper Kurs auf Valderan nimmt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Was zunächst wie eine Naturkatastrophe erscheint, entwickelt sich zu einer Bedrohung, die das Schicksal ganzer Welten besiegeln könnte.
Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Lehrmeister Galduran müssen Kalgira und Brandan die Wahrheit über ihre Herkunft und die Zukunft ihrer Zivilisation aufdecken. Doch nicht alle Kräfte streben nach Frieden, denn manche Schatten haben ihren Ursprung in längst vergessenen Zeiten – und ihre wahre Bedeutung könnte alles infrage stellen, woran die Valderaner seit Generationen glauben.
LESERSTIMMEN auf Amazon
„… Die Geschichte ist derart spannend beschrieben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte …“
„… Die Beschreibungen sind bildgewaltig und schaffen eine dichte, fast schon cineastische Atmosphäre …“

LESERSTIMMEN auf Thalia
„… Der Schreibstil hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich habe dieses Buch geradezu verschlungen. Die Spannung wird langsam aufgebaut und hält sich, was ich selten beim Lesen eines Buches erlebt habe …“
„… Sehr gut fand ich die Erklärungen zu physikalischen Gesetzmäßigkeiten und anderen Erläuterungen. Das ist erste Sahne! …“
LESEPROBE
Es war immer wieder ein besonderes Erlebnis, einen Sonnenaufgang auf Valderan kurz vor dem Tag der Großen Vereinigung zu erleben. Dafür eignete sich der Blick über die Hochebene von Telur Richtung Westen. Zuerst umstrahlte eine leichte Morgenröte den Horizont, dann erhob sich langsam Aldera über das Meer. Funkelnd glänzten die ersten Sonnenstrahlen in den dunklen Fluten und die schneebedeckten Felder wurden in einen sanften orangefarbenen Schimmer getaucht. Als Aldera eine Hand breit über dem Horizont stand, erhob sich auch Alderan und ein neuer Tag erwachte.
Galduran konnte sich nicht mehr daran erinnern, wie viele Feste der Großen Vereinigung er schon erlebt hatte. Er freute sich jedoch jedes Mal auf dieses Ereignis, denn es lag ein besonderer Zauber in ihm. Unzählige Lebenslinien wurden miteinander verwoben, um ihr Schicksal erfüllen zu können. Es waren aber nicht nur das Fest und das Zusammensein mit Freunden, worauf er sich freute, sondern seine beiden Zöglinge machten sich bereit für ihren nächsten Lebensabschnitt. Er hatte sie viele Jahre gründlich darauf vorbereitet.
Auf Valderan begleiteten Mentoren die Jungbewohner von frühester Kindheit an bis zu ihrem Erwachsenenalter. Sie waren verantwortlich für die Erziehung und die Ausbildung. Nachdem die Eleven ihre Lehrzeit abgeschlossen hatten, verließen sie ihre Mentoren und widmeten sich ihren Lebensaufgaben. Diese bedeutenden Übergänge fanden immer zur Zeit der Großen Vereinigung statt.
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Galduran blickte zu seinen beiden Schülern und es erfüllte ihn mit großem Stolz, was aus ihnen geworden war: Kalgira war eine atemberaubende Erscheinung. Mit ihrem langen weißen Haar, ihren türkisfarbenen Augen und ihrem strahlenden Lächeln nahm sie sofort jeden für sich ein. Viele waren schon bei der ersten Begegnung von ihr verzaubert und gewannen den unauslöschlichen Eindruck, jemand Außergewöhnlichen mit einem besonderen Schicksal getroffen zu haben. Auch ihre sanfte Stimme und ihr freundliches Wesen verstärkten diese Wahrnehmung. Erst auf den zweiten Blick offenbarte sich ihr kristallklarer, messerscharfer Verstand. Brandan hingegen war ernst und erweckte den Eindruck, dass in seinem Inneren etwas an ihm nagte. Rein äußerlich wirkte er mit seinem kahlen Kopf, seinen scharfen Gesichtszügen und seinem kräftigen Körperbau wie das Paradebild eines Kriegers. Hinzu kam sein Ruf als einer der größten Eisballspieler aller Zeiten, was ihm viel Bewunderung eintrug. Es hatte jedoch den Anschein, als wäre ihm diese Art der Aufmerksamkeit und Anerkennung unangenehm.
Die Sonnen stiegen langsam höher. Zwischen Aldera und Alderan war nicht mehr viel Platz. Ihr Abstand wurde immer kleiner, denn es blieb nicht mehr viel Zeit bis zu ihrer Überlappung. Galdurans Blick haftete auf den beiden glühenden Scheiben, als er zwischen seine Eleven trat und ihnen beinahe liebevoll die Arme um die Schultern legte. Er überragte seine Schützlinge um einen halben Kopf, sein langes, wallendes Haar glänzte beinahe feuerrot im strahlenden Licht des neuen Morgens. Die sanfte Brise, die ihnen von der Küste entgegenwehte, blähte seinen hellen Pelzumhang auf.
»Es macht mich traurig, dass wir bald auseinandergehen. Aber es freut mich umso mehr, dass ihr eurer Berufung folgt. Wir haben schöne und friedvolle Zeiten miteinander erlebt, die ich niemals missen möchte. Unsere Erlebnisse werden mir für immer in Erinnerung bleiben und sie werden mich auf meinen nächsten Lebenstagen begleiten.«
Galduran wendete den Kopf zu Kalgira, dann schmunzelte er. »Ich werde deine Neugier und deinen Wissensdurst vermissen. Du gibst dich nicht mit einfachen Antworten zufrieden, du willst immer den wahren Kern von allem ergründen. Ich werde deine leuchtenden Augen und deine ständigen Fragen nie vergessen.«
»Die dich manchmal auch ziemlich genervt haben«, erwiderte sie mit einem Augenzwinkern.
»Vielleicht.« Galduran klopfte mit seinen langen Fingern Brandan auf die Schulter. »Und du hast uns vor vielen Gefahren gerettet. Ich bewundere deinen Mut und deine Selbstlosigkeit.«
»Hm«, brummte Brandan vor sich hin.
Kalgira wischte mit der Hand eine Träne weg, die über ihre Wange lief. Als sie zu Galduran aufsah, lächelte sie. »Über unsere Pläne weißt du längst Bescheid, doch von deinen Absichten haben wir noch nichts erfahren. Wohin wird deine Reise gehen?«
»Wohin mich das Schicksal führen wird, ist noch unbestimmt. Es gibt aber noch einiges zu tun, denn meine Aufgabe auf dieser Welt ist noch lange nicht vollbracht. Ich werde als aufmerksamer Wanderer umherziehen und auf die Zeichen der Zeit achten«, erwiderte er.
Brandan zog seine Stirn in tiefe Falten. Er zeigte Richtung Himmel, wo ein Vogel seine Kreise zog. »Deine Worte sind nur schwer zu deuten. Sie ähneln den Bahnen dieses Valgurs. Ihr Sinn liegt wie sein Ziel im Verborgenen.«
Um Galdurans Lippen zeichnete sich ein flüchtiges Grinsen ab. Er schloss die Augen und sog mit einem tiefen Atemzug die eiskalte Morgenluft ein, dann wandte er sich an seine Schüler. »Es könnten Zeiten kommen, in denen ihr meine Hilfe benötigen werdet. Dann werde ich euch zur Seite stehen!«
**
Die drei Gefährten erreichten den Rand der Hochebene. Vor ihnen fielen steile Felsklippen zum Meer ab. An der Küste unter ihnen war es noch düster und sie entdeckten in der Stadt ein paar vereinzelte Lichter, wo sich eifrige Bewohner für einen neuen Tag bereit machten. Über den dunklen Umrissen der Behausungen schwebten mehrere große, behäbige Luftschiffe. Mit diesen Ungetümen waren die Räte der bedeutendsten Städte, die Bewahrer der Riten und andere angesehene Wesen angereist. Sie alle wollten an den Feiern zur Großen Vereinigung teilnehmen.
Valder, wo fast einhunderttausend Einwohner lebten, war seit Ende des Großen Krieges das Zentrum von Valderan. Die Stadt lag am Rand der Hochebene von Telur im Zwischenland, was jenen schmalen Landstreifen bezeichnete, der den Norden mit dem Süden verband. Valder war wegen dieser besonderen geografischen Lage an der Grenze zwischen den ehemaligen Nord- und Südländern als Amtssitz für den Höchsten Rat auserwählt worden.
Immer deutlicher zeichneten sich die imposanten Kuppelbauten im Zentrum ab. Jedes einzelne Bauwerk war beeindruckend, doch eines stach hervor: die Arena der Großen Vereinigung. Dieses mächtige Bauwerk befand sich genau in der Mitte der Stadt. Von dort breitete sich das Verkehrsnetz aus: Fünf Straßen führten strahlenförmig von innen nach außen. Diese Hauptadern waren mit weiteren Straßen verbunden, die in konzentrischen Kreisen um die Arena führten.
»Es ist kaum vorstellbar, dass hier vor zwölf Zyklen[1] die blutigsten Schlachten des Großen Krieges ausgefochten wurden«, meinte Brandan, als er seinen Trinkschlauch von der Schulter nahm.
Galduran seufzte. »Das Zwischenland ist seit jeher geschichtsträchtiger Boden, der mit Blut getränkt ist.«
»Dieses ganze Leid ist unfassbar. Mehr als die halbe Bevölkerung Valderans ist im Großen Krieg oder an seinen Folgen zugrunde gegangen. Ich verstehe nicht, warum wir uns das angetan haben.« Kalgiras Stimme klang deutlich dumpfer als sonst.
Brandan zuckte mit den Achseln. »Ich hoffe nur, dass wir daraus etwas gelernt haben. Wollt ihr etwas Wasser?« Er reichte den Schlauch weiter.
Galduran trank einen Schluck. »Das bezweifle ich. Tief in uns schlummern noch immer dieselben Triebe. Im Nachhinein fällt es oft schwer, die Beweggründe verhängnisvoller Entwicklungen nachzuvollziehen, denn manchmal werden wir von den Ereignissen überrollt. Dann setzt der Verstand aus und es regieren die niederen Instinkte.« Er zeigte hinunter zur Stadt. »Lasst uns gehen! Ich freue mich schon darauf, ein paar alte Freunde wiederzusehen. Wir müssen zwar noch durch den Silberwald, aber bis zum Einbruch der Dunkelheit können wir es schaffen!«
Kalgira war unruhig und eine leichte Nervosität machte sich in ihr breit, wenn sie an die kommenden Tage dachte. Sie war für den Vereinigungsritus vorgesehen und würde bald ihr männliches Gegenstück kennenlernen. Dieser Moment war für alle Beteiligten spannend, da niemandem bekannt war, welche Paare von den Bewahrern der Riten ausgewählt worden waren. Insgeheim beneidete sie Brandan ein wenig. Für ihn war die Sache weitaus einfacher, da er erst nach dem nächsten Zyklus für die Vereinigung vorgesehen war.
Kalgira freute sich zwar, da es eine Ehre war, für die Zeremonie in der Großen Arena auserwählt zu sein, trotzdem war es für sie ein beklemmendes Gefühl, dass sie bald die Saat eines neuen Lebens in sich tragen sollte. In der nächsten Zeit stand ihr ein bedeutender Wandel bevor. Sie würde nicht nur von Galduran und Brandan getrennt werden, sondern auch in Valder bleiben, um sich auf ihre geplante Niederkunft vorzubereiten.
Nach der Geburt wurden die Kinder von ihren Erzeugern getrennt, um sie nach der ersten Lebensphase den Lehrmeistern zu übergeben. Das war die bestmögliche Vorbereitung auf die Lebensaufgabe, die jedem eine Bestimmung gab und die kurzsichtigen materiellen und selbstbezogenen Befriedigungen in den Hintergrund drängte. Stattdessen würden sie etwas zum großen Ganzen und zur Weiterentwicklung der Gesellschaft beitragen.
Bei der Verteilung der Kinder berücksichtigten die Bewahrer der Riten ihre Talente und ordneten sie einem passenden Lehrer zu. Es kam vor, dass diese Einschätzungen falsch waren, doch das wurde in späteren Überprüfungen korrigiert und die Jungwesen wurden anderen Mentoren zugeteilt.
Kalgira und Brandan waren von Anfang an richtig zugeordnet gewesen. Für sie war ein besonderes Schicksal vorgesehen.
[1] Ein Zyklus ist die Zeitdauer zwischen zwei Überlappungen der beiden Sonnen Alderan und Aldera. Diese finden alle acht Jahre und 199 Tage statt.


Das sagen Rezensentinnen und Rezensenten
„… ‚Untergang der Welten‘ ist ein tolles Buch für alle, die spannende Sci-Fi-Geschichten mit einer ordentlichen Portion Wissenschaft mögen. Es ist nicht nur unterhaltsam, sondern regt auch zum Nachdenken an. Ich kann es nur empfehlen – besonders für Leser, die gerne in fremde Welten eintauchen wollen!
Lovelybooks
„… ‚Untergang der Welten‘ ist episch in seiner Reichweite und intim in seiner Wirkung. Es erzählt von Verantwortung, vom Schicksal, von Zivilisationen und von der Schönheit des Begreifens. Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, sondern darin verweilt. Es hat mich daran erinnert, dass gute Science-Fiction mehr ist als Vision: Sie ist die Kunst, das Universum mit den Augen eines Menschen zu betrachten, der sich weigert, aufzuhören zu staunen.“
Goodreads
„… Phänomene der Astrophysik werden souverän und fast beiläufig eingebaut und geben der Handlung einen guten Rahmen. Nicht nur für Fantasy und Science-Fiction Liebhaber. Die Leser werden das Buch verschlingen und nach einer Fortsetzung fragen.
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